Jahrgang 
4 (1800)
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und das, was er zur kümmerlichen Erhaltung des⸗ selben bedarf, von fremden Händen erwarten muß: so muß er selbst seine Stumpfheit und Trägheit anklagen, die ihn verhinderte, der Erde den Segen abzugewinnen, welchen der Schöpfer hineinlegte. Wozu gab ihm der Schöpfer die Fähigkeit und die Macht, durch seiner Hände Ar⸗ beit die Erde zu verschöͤnern? Will er fortfah⸗ ren, der Erde undankbar bloß das zu entreissen, was seine verheerende Hand ihr etwa noch übrig gelassen hat; will er fortfahren, mit mörderi⸗ scher Hand ihre Vegetation zu zernichten und den noch übrigen Schmuck ihr zu rauben: dann ver⸗ dient er den Rang nicht, den er auf ihr ein⸗ nimmt. Durch Menschenhände sind schon kahle Felsen in blühende Gärten und Sandbänke, in lachende Gefilde umgeschaffen. Sollten un sere Landsleute weniger vermöͤgen als andere, wenn sie einen gleich thätigen Willen hätten? Wenige Gegenden sind so sehr von der Natur vernachläs⸗ sigt, daß alle Mühe an ihnen verlohren wäre; die meisten würden jede gutgeordnete Bemühung reichlich belohnen, und manche würden den glück⸗ lichsten Gefilden gleichgemacht werden können. Man muß, wenn man jene verlassenen Gefilde aufmerksam durchwandert, so oft ausrufen: Hier