Jahrgang 
4 (1800)
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meinheiten unabsehbar sind, so könnte man leicht auf den Zweifel gerathen, ob man sich noch in einem Lande gesitteter Menschen befände!

Alles klagt da laut den Herrn der Erde, den Menschen, der Vernachlässigung? nein! nicht der Vernachlässigung, sondern der Ver⸗ wüstung, an. Einst kleidete die Natur wenig⸗ stens den größten Theil jener Wüsteneien mit Ge⸗ wächsen mancherlei Art. Es waren Wälder und Gebüsche, in denen unzählbare Heerden von Thieren Nahrung und Freuden fanden. Jetzt sind diese Wälder zernichtet. Kahl und unfruchtbar stehet die wüste Erde da. Kaum schießt eine Blume hervor. Das Vieh, welches darauf weidet, klagt durch seine kümmerliche Gestalt, daß es weder Nahrung noch Schutz daselbst finde; und die Maulwurfshügel zeigen, daß den unterirdi⸗ schen Geschöpfen die Macht gegeben sey/ eine

Hauptgegenstand des zweiten Theils meiner Be⸗ schreibung des Herzogthums Lüneburg(S. Isten Jahrgangs Ztes Stück) seyn; welche ich bis nach der Publication jener erwarteten und von jedem Patrioten längst sehnlich gewünschten Verordnung verspare.

Th.