Jahrgang 
2 (1800)
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mehr an die Sprache der praktischen Landwirthe, wodurch sie ihren Boden zu bezeichnen suchen. Diesemnach treffen wir in unsern Gegenden Klay⸗-Boden an, in welchem, im Verhältnisse gegen die übrigen Erdtheile, der Thon das Ueber⸗ gewicht hat. Dieser Boden muß äußerst vor⸗ sichtig und behutsam bearbeitet werden. Ist er zu trocken, so gehet der Pflug entweder gar nicht ein, oder wenn er mit aller Gewalt umgebrochen wird, so ist man doch nicht im Stande, ihn weder mit der Egge noch mit der Walze die Krume zu geben, welche zu einer reichen Erndte erforderlich ist. Bleibt gar auf eine solche trockene Bestel⸗ lung der erweichende Regen aus, so ist die Miß erndte gewiß. Ist er zu feucht, so ist es eben⸗ falls nicht besser. Der Saamen wird, wie man hier zu sagen pflegt, beigeschmiert. Folgt kurz darauf ein Regen, so fließt er zusammen; und erfolgt Trockniß, so bindet er, so daß nur bei einer darauf eintretenden und fortdaurenden feuch⸗ ten Witterung eine mäßige Erndte erwartet wer⸗ den kann. Wenn ein aufmerksamer und thätiger Landwirth in jedem Felde vielleicht nur einige Stücken von dieser Art Boden besitzt, so wird es ihm in den meisten Jahren ein leichtes seyn, die Zeit gerade so abzupassen, daß er sie wohl