Jahrgang 
2 (1800)
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wundern ist es, wie mancherley Erd⸗arten sich bisweilen auf einem und eben demselben Acker finden, besonders an den Bergen. Es giebt wol nicht leicht eine Gegend, wo der Boden nicht allein überhaupt so verschieden, sondern auch in jeder Flur, ja in einzelnen Aeckern so vermischt wäre, als hier. Eigentliches Sandland, wie man es in Nieder⸗ und zum Theil auch in Ober-Sachsen häufig antrifft, findet sich hier ganz und gar nicht. Dagegen besteht der hiesige Boden theils aus Thon-erde, bald mehr, bald weniger mit andern Erd⸗arten versetzt; theils aus Kalk-erde in eben dem Verhältniß; theils aus kiesigtem Boden, bald mehr mit dieser, bald mehr mit jener Erd⸗art vermischt. Daher finden beide Ein⸗ theilungen, in starken oder schweren, mitleren und leichten, und in guten, mitleren und schlech⸗ ten Boden, bei uns ihre völlige Anwendung.

Klay⸗Boden.

Um mich einem jeden Oekonomen deutlich zu machen, verlasse ich hier die gelehrtern und frei⸗ lich auch wol bestimmteren Benennungen des Bo⸗ dens, in Thon⸗ Kiesel⸗Kalk- und Bitter:erde mit ihren verschiedenen Vermischungen und Ver⸗ hältnissen gegen einander, und halte mich dagegen