Jahrgang 
1 (1800)
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Mit Vergnuͤgen machte ich hier die Bemer⸗ kung, daß die Leute beſonders fleißig an der Ver⸗ beſſerung ihrer Aecker arbeiten. Bey Witten⸗ beck waren verſchiedene Koppeln mit einem blauen, mit Kalktheilen und Sand vermiſchten Lehm, theils ganz, theils ſtuͤckweiſe befahren, welches dieſe Felder gruͤndlich und auf lange Zeit verbeſſern muß. Da die Leute hier die wohl⸗ thaͤtige Wirkung dieſer Verbeſſerung ſchon aus Erfahrung kennen, ſo verwenden ſie immer meh⸗ reren Fleiß darauf. Zu Rathmannsdorf und Warleberyg ſoll ebenfalls viel Lehm und Modder aufgefahren werden.

Verbeſſerungen dieſer Art waͤren gewiß nicht von dieſen Leuten zu erwarten geweſen, wenn ſie noch im Joche der Leibeigenſchaft und des Hofe⸗ dienſtes zoͤgen. Schon eine ſichere Pachtungs⸗ zeit von 30 Jahren und eine gewiſſe Berechnung deſſen, was ſie von ihrer Hufe bis zu dieſem Termin zu bezahlen und einzunehmen haben, bringt ſie dahin, eine ſolche Verbeſſerung des Ackers mit Erdauffahren vorzunehmen, deren Wirkung ſich weit uͤber den Pachttermin hinaus, und, bey fortgeſetzter guten Wirthſchaft, auf ewige Zeiten erſtreckt. Ihre Angaben fallen ih⸗ nen vielleicht ſchwerer, als vormals ihre Hofe⸗