Jahrgang 
1 (1800)
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nach Kiel zu fahren. Der Nebel und ein un⸗ wiſſender Wegweiſer verleiteten unſern Kutſcher, rechts zu fahren. Wir bemerkten dies in unſerm Verdecke lange nicht, und wie wir bey aufgeklaͤr⸗ tem Himmel einſahen, daß dies unſer vorgeſchrie⸗ bener Weg nicht ſey, trafen wir etliche Stunden lang, weder Orte noch Menſchen an. Endlich wies man uns nach Wittenbeck, als dem naͤchſten Orte.

Dies Dorf gehoͤrt zu den Guͤtern Warle⸗ berg und Rathmannsdorf. Erſt ſeit wenigen Jahren hat man die Eingehoͤrigen dieſer Guͤter vom Hofedienſte entlaſſen, den Hufenern ihre Hufen auf 30 Jahre in Pacht gegeben, und verſchiedene groͤßere und kleinere Parcelen ange⸗ legt, die gleichfalls in dreißigjaͤhrige Pacht ge geben worden.

Der Boden ſcheint, ſo wie uͤberhaupt im Daͤniſchen Wold, von mittler Guͤte zu ſeyn. Der groͤßte Theil iſt Sand mit etwas Lehm vermiſcht. Hie und da liegt nicht tief unter der Oberflaͤche ein fuchsrother, oft ins Braͤunliche fallender, alſo vermuthlich eiſenhal⸗ tiger, unfruchtbarer Sand. An andern Stellen aber iſt ein recht guter Ackerboden, der unter der Oberſlaͤche nicht ſelten mergel⸗artigen Lehm hat.

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