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den ganzen Ackerbau: denn Pferden die in der Bluͤte ihres Lebens ſind, werden verkauft um viel Geld zu bekommen, mithin bleiben nur ab⸗ gelebte und Kroͤppel in dem Hofe; beyde verlan⸗ gen aber nicht nur eben ſolches, ſondern noch beſſeres Futter als junge muntere Thiere, ver⸗ richten dabey die Arbeit dieſer letztern nicht, und von Tage zu Tage verringert ſich das Capital im Stalle. Und was bekoͤmmt am Ende der Landmann? Fuͤr 4, 5 Louisd'or kaufte er ein, 2— 3 Jahr futterte er, die Arbeit dafuͤr war gering, und 15, 16, 18 Louisd'or erhaͤlt er wieder!—
2. Wenn auch ſchon bey der Erziehungsart dieſer Geſchoͤpfe nicht ſo ſehr viel zu erinnern ſeyn moͤchte, obſchon Kunſtverſtandige manchen Tadel vielleicht anbringen koͤnnten, ſo iſt doch auf keinen Fall das ſo fruͤhe Anſpannen der Pferde zu billigen. Und bliebe es nur beym Anſpannen! aber im zten Jahre muß das Pferd ſchon einen ſchwer beladenen Wagen ziehen. Auch dieſes wuͤrde eher verhindert werden, wenn der Land⸗ mann immer ein paar ſelbſt gezogene Fuͤllen im Hofe haͤtte, die er dann auf der Weide ohne Koſten groß zoͤge, und nun nicht zu eilen brauchte, ſie anzuſpannen, da Vorrath an Pfer⸗ den da iſt.


