Jahrgang 
2 (1799)
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Bemerkungen.

I. Schon der bloße Augenſchein lehrt, daß es keine kluge empfehlenswerthe Gewohnheit ſey, die noͤthigen Fuͤllen auf Maͤrkten anzukaufen und Pferde daraus zu erziehen. Denn wie ſehr oft fallen ſolche Fuͤllen, deren doch das Stuck mit 3, 4, 5, ja wohl gar 54 Louisd'or gekauft worden ſind, entweder kurz nach dem Ankaufe, oder noch nach Jahren. Unzaͤhlige mahle ſind dieſe Thiere von Hengſten die allerhand Fehler und Gebrechen haben: ſie bringen dieſe als Erb⸗ übel mit, und dieſe kommen fruͤh oder ſpaͤr zum Vorſcheine. Man uͤberdenke ſodann, daß auf dieſe Weiſe dem Landmanne eine berraͤchtliche Summe Geldes aus den Haͤnden gehe, die er wohl erſparen koͤnnte, oder die ihm wenigſtens nicht ſo ſchwer auszugeben fiele, wenn er es nach und nach, und auf dieſe Art unmerllich ausgaͤbe. Nun aber muß er dieſes Geld zu einer Zeit ausgeben, wo es ihm, anderer Ausgaben wegen, die ſich da haͤufen, beſonders ſauer wird. Sind die Fuͤllen von ſolcher elenden Rage, ſo verbeſſert ſich dieſe nicht nur nicht, ſondern ver⸗ ſchlimmert ſich vielmehr von Jahr zu Jahr. Um nun immer zu einem oder zwey Fullen Geld an⸗ zuſchaffen, werden ausgewachſene Pferde ver laufet, das hat aber nachtheiligen Einfluß auf