Wollfäden zerrissen 3 vielleiht gewinnen wir durch die
Schur auch mehr und längere Wolle.
Der Wollhändler Max. Spe> in Leipzig erklärte öffentlich," daß er alles Geld, welches er auf die Ein- führung der asiatischen Ziegen verwendet, für verloren halte, auch dann noH, wenn man die Milch 2c. mit in Anschlag bringt-„Sollte,' sagt derselbe,„War- tung und Veredelung es auch dahin bringen, daß der im Dur<s<nitt nur auf 3 Pfund zu berehnende Flaum bis zu 4 Dukaten gesteigert würde, so würde doch bei der größten Mühe, die man aufs Kämmen und Sor- tiren verwendet, kaum die Produktionskosten heraus- kommen."
Der Bericht, den Kasthofer gibt, lautet dagegen ziemlich günstig-„Diese Thiere, schreibt er, befinden sich gegenwärtig auf den Bergen von" Interla>en, wo sie eingezäunt sind» Dieser Wohnort scheint ihnen zuzusagen. Sie haben nichts Wildes, verursachen weniger Schaden als andere Ziegen- Ihre Nahrung ist dieselbe- Sie lieben schattige, kühle Orte, und die mit Schnee bede>ten Pläße sind ihnen am liebsten. Der Ertrag der Wolle läßt sich noFg nicht bestimmen. Sie geben aber bessere Milc< als unsere Ziegen, und
vermischen sich mit diesen.“
Es ergibt sich schon hieraus,„daß dem aufmerk- samen Forscher noch ein wenig bekanntes Gebiet vorliegt,


