Jahrgang 
5 (1772)
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von der Rriebel:Rrankheit. 599

sie nicht ausser Bette seyn könnten. Er, der Sohn, hätte zwar noc< wol Empfindung, könnte aber schon wieder Dielen schneiden.

Ich erkundigte mich, ob sonst in dem Orte keine an dieser Krankheit lägen. Erantwortete mir mit Nein, Jc< erkundigte mich also, was für Brodt, und woher sie das Korn hätten? Er gab mir zur Antwort, daß das Brodt schwarz, und das Korn hätten sie von einen an« dern Orte hergefaufet, es wäre sehr vieles Mut« ter- Korn darunter gewesen. Site hätten aber nicht viel davon mehr vorräthig. I< gab ihm also noc< drey Pulver und sagte, wenn seine Eltern so viele Kräfte wieder hätten, so sollte jeglicher davon eines wieder einnehmen. In 8 Tagen kam der Sohn wieder und sagte, daß seine Mutter heute schon neunmal das Unglück gehabt hätte. I< gab ihm daher folgendes Pulver, nemlich nitr. depur. Zjß lap. cancr. praep. Zij, und ließ davon alle drey Stunden eine Messerspige voll mit Wasser nehmen. Nad drey Tagen kam der Sohn wieder und sagte, sobald seine Mutter von dem weissen Pulver eingenommen, hätte sie das Unglück verlassen, sie gienge im Hause herum, ihren Verstand hätte sie aber ganz und gar verlohren. Ih ließ ihr von der Gialappa mit nitro nehmen, und nach 14Tagen hatte sie ihren völligen Verstand und Kräfte wieder. Sie hat mich bereits einigemal besuchet, sie sind allerseits m

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