Jahrgang 
5 (1772)
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598 C. Eine anderweitige Liachricht

ihnen nach Verschiedenheit ihres Alters von obigen Pulvern. Es giengen ihnen Würmer ab, und sie wurden hergestellet.

Den gten Febr. kam der Einwohner Asse- burg, aus Ueße zu mir, und sagte, daß sein Sohn ein Bursche von 17 Jahren, im Holze, beim Holzhauen, das Unglück bekommen, ich möchte ihm doch eine Ader öfnen. Jh unter- suchte es und hielt es für einen Zufall von der Kriebel-Krankheit. Er hatte diese Ohmachten schon dreimal diesen Tag gehabt. I< ließ ihm uicht zur Ader, und da es schon spät am Abende war, so ließ ihm folgenden Morgen obiges Pul? ver nehmen, wonach er stark purgiret, und ei- ne grosse Menge Würmer von sich gegeben. Dieser ist mit zwey Pulvern völlig curiret, und ist noch bis anjezt gesund,

Den 23ten Febr. kam der Einwohner Mus- niann, aus Schwüblingen, und klagte, daß sein Bater, ein Mann von 60 Jahren, und seine Mutter, eine Frau von 46 Jahren, beide elend zu Bette an der Kriebel- Krankheit lägen, und er selbst hätte so ein Krimmeln im keibe, Ar- men und Beinen, und könnte nichts mehr in den Händen halten. Jc< gab ihm 9 von obi- gen Pulvern mik, wovon sie um den andern Tag eines nehmen, und mir alsdann wieder Nach- richt geben musten. Nach 8 Tagen erhielt den Bescheid, daß sich Vater und Mutter et- was besser befanden, wären aber so matt, daß

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