von der Rriebel-Rrankheit. 597
Die Mutter, nachdem sie 5 Pulver gebraus- het, fam so weit, daß sie im Hause herum ges hen fonnte: fklagte aber beständig, daß sie die Hände nicht rühren könnte, bekam auch noch zu Zeiten solche Ziehungen, daß ihr die Finger da- von in die Hände gezogen wurden. Selbiges daurete aber nicht länger, als ohngefehr einige Minuten, alsdann verlohr sich der Schmerz wieder. Der Mann kam auch wieder so weit, daß er herumgieng, fonnte seine Hände und Füsse wieder gebrauchen. Er spie aber ofe Blut, bekam auf einmal starke Convulkiones, wobey ihm viel Blut zum Munde heraus gieng, und in Zeit von 6 Stunden starb er. Nach seinem Tode lief ihm das Blut in grosser Men- ge zum Munde heraus. Der Wietwe gab ich alle 14 Tage ein, von. vorbeschriebenen Pul- vern, bis zu ihrer völligen Genesung. Es ist auch noch anzumerken, daß allen sechs Patien- ten häufige Würmer abgegangen sind.
Diese Frau und ihre übrigen 4 Kinder sind alle gesund, und man kann ihnen nicht anse- hen, daß sie solc<eschwere Krankheit ausgestans- den haben.
Den zten Febr. kam Berend Volshorn von Creße, und meldete mir, daß drey von seinen Kindern die böse Krankheit hätten. Das Aele teste davon war ein Mädgen von 11 Jahren, das Zweite, ein Junge von 9 Jahren, und das Dritte, ein Junge von 3 Jahren, Ich gab
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