364 LXXX. Von dem Stugen des Kleebaues
Es ist aber in der That nichts leichter, als die Bereitung des Klee: Heues, Man darf den abgemeheten Klee nicht, wie andere Graße Arten, mit der Harke umwenden, noch weni ger in Haufen seßen, weil sonst die Blätter nebst dem Blumenköpfen abfallen und mehren; theils verlohren gehen, Die rechte Methode des Trocknen ist, daß man den Klee nur so, wie ihn die Sense hingeleget hat, um den an: dern Tag einmal mit dem Stecken umkehret und hiernächst in kleine Haufen, nicht grösser als eine Korn: Garbe mit der Harke zusam? men ziehet. Diese kleine Haufen wendet man alsdenn täglich nur einmahl um; und ziehet selbige zuleßt, wenn sie trocken genug sind, mit einer Forke Reihenweise aneinander und ladet alles bey nicht zu starker Sonnens hiße auf den Wagen,
Wer dieses alles wol beobachtet, der wird keine Ursache finden, die Klee: Ernte für zu mißlich auszugeben, Denn keine andere Graß- Art kann die nasse Witterung besser vertragen, als der Klee,
Und ob gleich das Klee- Heu bey zu star: kem Regen seine schöne grüne Farbe verlieret und schwarz wird, so geräth es doch an der Erde nicht in Fäulnis, und kann ohn alles Bedenken für das Hornvieh gebraucht werden,
das


