Jahrgang 
3 (1769)
Einzelbild herunterladen

|=„Kas

XYI1. Von der Pferdezucht. 245|

den, daß die mehresten Stuten, entweder in den ersten oder leßten Monaten der Schwanger- schaft, sehr selten aber in der Mitte umschlagen.

Es lässet sich vielleicht aus Gründen der Physik erklären, wenn man sich vorstellet, daß im Anfange der Trächtigkeit die Frucht den ges hemmeten Revolutionen des Bluts zu schwach widerstehet, am Ende aber zu star? und wüpk« sam wird, Es sey indessen damit wie es wolle; so hat die Sache selbst ihre Richtigkeit, wobey ich denn noch dieses anmerke, daß die Stuten, deren Frucht zum ersienmale mißglücket, zu deve gleichen Mißschlagen auch in dey Folge geneigt bleiben,

Man pflegt daßero bey trächtigen Stuten mit grossem Nußen die Vorsicht zu gebrauchen, daß man ihnen in dem dritten Monat der Träche tigfeit und dann wiederum in dem neunten Blut lässet, bey welcher Beobachtung die Verwerfun- gen nicht so häufig, als sonst, zu geschehen pfle» gen, I< wünschte indessen, daß diese und meh« rere Erfahrungen entweder besser unterstüßet oder vereitelt werden möchten, um zu einer all- gemeinen und sol<en Gewißheit zu gelangen, woraus sich eine Regel ziehen liesse,

Eine State gehet gemeiniglich, wenn man die mehresten Fälle zählet, eilß Monate und zwölf bis funfzehn Tage trächtig, zu Zeiten ge braucht fie zwölf volle Monate und darüber,

M3 doch