246 XI. Von der Pferdezucht.
doch dieses leßtere nur in sehr seltenen Fällen. Veberhaupt kommen sie eher später als früher nieder. Wenn die Tage der leßten Trächtig- Feit da sind; so muß man sie, wenn es möglich ist, in einem verschlossenen Raume ohnangebun- den gehen lassen, damit sie bey der Niederkunft selbst diejenige ungezwungene Stellung nehmen können, die den Umständen am gemässesten ist.
Die Natur ist allen Thieren in diesem Ge- schäfte, nach der Regel, allein hülfreich ge- nug, und dahero gebraucht es bey jener Hand«- lung Feiner menschlichen Hülfe, den Fall aus- genommen, daß die Frucht in einer unrichtigen Lage stehet, und sich gegen den Ausgang sper- vet, Alsdenn muß auch ven Thieren zu Hülfe gefommen werden. So bald das Füllen von der Mutter ist, machet sie es sich zu ihrem er- sten Geschäfte sol<es überall zu leFen. Man Hat angemerkt, daß dieses überall der erste Dienst aller vierfüßigen Thiere gegen ihre Jun- gen sey, und man will beobachtet haben, daß jene erfranfen, wenn man ihnen das Junge eher nimmt, bis es von den Alten trocken gelek« Fet worden. Mir ist versichert worden, daß bey denen Thieren, die ihre Jungen nach Bes lieben rein gele>et haben, unmittelbar eine Reie- nigung, bey denen aber, die daran gestöhret worden, eine Verstopfung zu erfolgen pslege. Vielleicht ist die wohlthätige Natur bey der E
urt


