Jahrgang 
3 (1769)
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XXRU1. Von der Pferdezucht, 243

der ermüdeten Stute zu führen und aus dieser Feyerabendarbeit entstehen gemeiniglich die ges wissesten und besten Füllen."Alle Künsteleyen, den. Fortpflanzungstrieb durch Mittel zu ers- zwingen und zu unterhalten, schaden der Crea« tur, die gereizet wird, und erhalten selten den Zweck, Man giebt den Faltsinnigen Hengsten Eyer aufs Futter, und gebraucht ihnen auch andere erhißende Arzeneymittel, Diese schaden aber offenbar, und jene helfen wenig, und nicht weiter, als in fo fern sie eine nahrhafte Speise ind. ; Das beste von allen solchen Kunstmikteln, um sowol den Hengst als die Stute, die von fFaltem Temperament sind, gegen die Bedek. fFungszeit zu erhißen, ist ein Gemenge von Brodt und Bier zu zweyen malen des Tages, in einer beliebigen Portion, Wenn eine Stu- te bedeet wird: so muß solches ohne vieles &erm und Geräusch geschehen, damit sie, so wenig als möglich, erschref werde, wiewol es zu Zeiten unvermeidlich ist, daß sie gespan- net und zum Ausschlagen unfähig gemacht werde, Man glaubt, daß es einen Eindruck auf die Bildung der Frucht mache, wenn ihr der Hengst so zugeführet wird, daß sie ihn ei- ne Weile sehen kann, damit sie sich seine Form einpräge. Nach meinem oben festgeseßten Grundsaße ist die Zeit, zwischen dem vollen« deten Wachsthume, und der Pexiode der Ab- R 2 nahme