Jahrgang 
3 (1769)
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242 XXI. Von der Pferdezucht.

und Mühe darauf verwenden will, sie während der Frühjahrs8zeit, da sie noch nicht zur Weide gelassen werden können, in der erforderlichen Pflege zu erhalten. In der Zeit, da ein Hengst zur Bedeckung gehalten wird, muß es ihm an reichlichen und gesunden Futter nicht mangeln, Es dienet ihm alsdenn ein nahrhafteres Ge« traide, als der Haber ist, und unter diesem ist besonders ein Zusaß von Weizen und Erbsen, oder Wicken und Bohnen am zuträglichsten, Die Maasse des Futters muß sich nach der Grösse des Hengstes und der Verwendung sei- ner Kräfte richten. Gewöhnlich muß ein Be- schäler einige Zeit vor und während der Bedek« fung des Tages wenigsiens 12 Pfund guten nahrhaften Getraides geniessen, welc<es aus 2 Habern und+ stärkeren Korns bestehen soll, Nach einer wohl geprüfeten Erfahrung ist ei- nem Beschäler, während der Zeit, daß er bedek- Fet, nichts dienlicher, als täglich ein paar Pfund guten Luftmalzes, welches unter sein Futter ges mischt wird.

Vor allen Dingen muß er in dieser Zeit niemals ohne Bewegung seyn. Es ist ihm so gar nöthig, zu Zeiten, bis zum gelinden Schweiß zu arbeiten, damit seine Säfte nicht verderben. Eben dieses gilt auch von der Stute. Die Bauren pflegen nach der sc<hwe-

ren Arbeit, des Abends, den müden Hengst zu der