Jahrgang 
2 (1769)
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XRIUl. Von der Pferdezucht. 237

ahmet der Natur nach, und dahero sind auch ihre Folgen, in Absicht auf die Fortpflanzung, die gewissesten, ob ich gleich nochmals wie- derhole, daß sie wegen des häufigen Verderbs der Beschäler die Fostbarste und gefährliche» ste ist.

I<h habe schon bemerket, daß die Natur die Triebe der Begattung unter den Thieren so weislich eingerichtet habe, daß sie solche, nach der Regel, nicht früher entstehen lässet, bis die-Würkung davon, die neue Geburt der Thiere, in eine Zeit fallen könne, da die Na« tur, so zu sagen, für sie den Tisch gedeckt hat. Mit eben dieser Sorgfalt hat sie auch diesen Trieben ihr Ziel und Ende geseßet. Ein Thier, dessen zur rechten. Zeit entstandener Vermehrungstrieb durch die würkliche Bes fruchtung nicht befriedigt und ausgelöschet ist, höret auf, solchen weiter zu empfinden, wenn es über jene Zeit weg ist, Eine zu, frühe und zu späte Reizung zur Vermehrung des Geschlechts, würde der Fortpflanzung selbst gleich schädlich seyn, weil in beydem Betracht der neuen Kreatur Witterung und Nahrung zu ihrer Fortkunft fehlen würde, Die Na- tur schenkt also den Thieren eine Stille jener gewaltigen Leidenschaft, so bald die Zeit vor- bey, da sie niht mehr mit Nußen würken

O5 würde,