Jahrgang 
2 (1769)
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236 Rail. Von der Pferdezucht.

<hen denn selten weiter zulassen wird, wenn sie schon empfangen hat.

Lässet sie denselben indessen zuz so ist es ein Zeichen, daß sie alsdenn noch nicht be« fruchtet ist, und dann wird die Probe am neunten Tage wiederholet. Wenn sie denn abereinst den Hengst nicht abschlägt; so hat man Ursache zu muthmassen, daß sie für das Jahr überall nicht bekommen werde, Es ist indessen oftmals von Nußen, wenn man in solchem Falle, und wenn die Zeit noch nicht verlaufen ist, einen andern Beschäler nimmt, denn ich habe bemerket, daß eine solche Ab«- wechsel ung des Beschälers sehr ofte fruchtbar gewesen sey. Gemeiniglich ist bey denen Pferden, die sich des Sommers vom Grase unterhalten, der Maymonat der beste Be deFungsmonat, und die Stuten pflegen sich alsdenn auch schon oft nach dem ersten und zweyten Sprunge abzugeben, Es ist zwar ein Berderb des Beschälers, solchen in dieser Zeit unter den Stuten frey laufen zu lassen: wem indessen an den Hengsten weniger, als an der Vielheit der Füllen gelegen ist, der wird seinen Zwe gewiß erreichen, wenn er seinen Hengst und seine Stuten auf diese Weise ihrer Willführ überlässet.

Diese. Art der Pferdezucht ist auf dem Lande an vielen Orten im Gebrauch, Sie ahmet

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