Jahrgang 
2 (1769)
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XXII. Von der Pferdezucht. 235

und an einer Geschwulst des so genannten Wurfs, oder des Geburtsgliedes, sehr deut« lich erfennen. Wenn die Stute in diesen Umständen ist; so wird sie zum Hengst ge- lassen, und nach dem zweyten oder dritten Sprung die mehreste Zeit bekommen seyn. Nach der gewöhnlichen Art wird sie des Mor- gens, ohne daß sie mit vielem Futter vorher überladen, und eine Stunde vorher mäßig geritten ist, zum zweyten male aber des Abends nach einer gleichen Vorbereitung, be- decfet. Die Gewohnheit, sie nach jedem Sprunge des Hengstes mit kaltem Wasser zu begiessen, um sie dadurch von der Entlassung des empfangenen Saamens abzuhalten, nicht weniger der Gebrauch, sie nach der Begattung so gleich zu jagen, ist wo nicht schädlich, doch zuverläßig überflüßig. Wenn dergleichen Tändeleyen zur Sache gehörten; so würden die Stuten, die sich, wie man sagt, bey dem Hengst stehlen, weniger als sie thun, bekom men müssen, Eben diese werden aber ge- meiniglich am ersten befruchtet, und der Grund davon liegt offenbar darinne, daß sie nach ungestörten Trieben gehandelt, und den Zeit- punkt| wahrzunehmen Gelegenheit gefunden haben, welchen die Natur bestimmte, Am neunten Tage der Begattung, von dem Tage des ersten Sprunges an zu rechnen, wird sie dem Hegi abereinst zugeführet, da sie sol-

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