KXYIU. Von der Pferdezucht. 233
thiere sind, die wir aus allen Welttheilen ents führet und so sehr durch Vermischung der Ragen als durch&uft und Nahrung umge«- schaffen haben, hören in ihrer Knechtschaft noch immer einen Ruf der Natur, wenn es Zeit ist, sich fortzupflanzen, ob gleich bey einio gen die Zeiten dieses Triebes in seltenen Aus» nahmen um etwas unordentlicher zu seyn schei» nen. So viel die Stuten anbelangt: so stellet sich bey solchen der Trieb der Fortpflans zung gemeiniglich im Frühjahr, und zwar nach dem Unterschiede, wie solche reichlich oder kärglichh den Winter hindurch gefüttert sind, früher oder später'ein. Wenn dieses zu früh, und solchergestalt geschehen sollte, daß die künftige Geburt noch zu weit in die Winter- zeit fiele; so muß man'die Hike der Stuken übergehen, und, nach der Regel, den Hengst nicht eher, als gegen das Ende des Februars zulassen. Denn sonst würde das fünftigs Füllen die Unbequemlichkeiten der Witte rung, und die Beschwerden des Stalles zu lange ausstehen müssen, bevor die Zeit da ist, da die Natur für seine Nahrung gesorget hat. Ic<h weiß zwar wohl, daß-man die zeitigen Füllen allemal für die stärksten und härtesten Hält, und es ist auch. würklich in sa: fern ge« gründet, daß sie durch. eine Gewohnheit an die rauhe Witterung in der ersten Jugend abgehärtet werden, indessen stehet aber auch
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