230 XKUUl. Von der Pferdezucht.
ten. Das ist wider die Erfahrung. Noc< deutlicher ist diese Sache, wenn man eine Eselin mit einem Pferdebeschäler belegt. Daß dieses angehe, davon hat man glaubwürdige Nachrichten, und diese sagen, daß ein solches Füllen niemals die Grösse des Vaters erreiche, sondern sich nach der mütterlihen Form, in der es so zu sagen abgegossen war, in Ansez hung seiner Grösse völlig richte, J< mache aus obigen Erfahrungen den Schluß, daß es zu Erziehung grosser und starker Pferde eine nötchige Sorge sey,"Stuten von langen, wei«- ten und ausgedehnten Leibern zu wählen, ja, daß hierauf ungleich mehr als auf die Grösse des Hengstes anfomme, ob ich gleich nicht leugnen will, daß es am gerathensten sey, bey beyden Fortpflanzungsgeschlehtern auf eine proporkionirte Grösse Bedacht zu nehmen. Gleichwie ich oben bereits bemerkt habe, daß nach der Regel kein Thier eher zur Fortpflan- zung gebraucht werden soll, bis es sich erst selbst ausgebildet und seinen Wachsthum vole lendet hat, so ist diese Vorsicht auch in An- sehung der Stuten zu beobachten, und ich muß bemerken, daß diese in Rücksicht auf sole <e noch nöthiger, als in Absicht auf den Be- schäler sey, indem die Stute während der Tracht und Säugezeit die einzige Quelle der Nahrung ihres Füllens ist. Die Natur muß es nothwendig irgendwo verkürzen, wenn ihr
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