Voliſtändiges Regiſter.
ebenfalls die Vorkrift gelaſſen werden müſſe, 454. Warum ein mit der Schäfereygeredh- tigfelt beliehener Gutsbeſißer feinen Schaf- ſtand ſo hoh legen kann, als er will, 455 Daß es inzwiſchen nicht wirthſchaftlich ſey, ſeine Schäferey zu überlegen, eb. daſ, In welchen Fälten aber der obige Saß eine Aus- nahme leide, eb, daſ. Von dem merklichen Unterſchiede, der ſich zwiſchen der Schäfe- reygerechtigkeit und bloßen Recht des Echaf: haitens durch die Befugniß, einen eigenen Schäfer halten zu können, hervorthut, 456. Daß ein Schäfereyberechtigter auch ſeine Schäfereygebäude nach Gefällen verändern und verlegen könne, ſolches aber an Orten, wo mehrere mit der Schäfereygerechtigkeit beliehene Nachbaren vorhanden- ſind, eine Ausnahine fiadet, eb, daſ: Warum der» gleichen"Veriegungen der Schäfereygebäude auch alsdenn, wenn fie nur bloß die beque- merie Bedingung eines entlegenen magern Vorwerkes zum Endzſd;tk haben, nicht füglich verhindert werden mögen, 457. Von den Vorfichten, die ein Richter in dieſem Fall, um nicht durch eine angegebene falſche Urſache hintergangen zu werden, zu beobachten hat, eb. daſ“. Von dem mit der Schäfereygerech- tigfeit verknüpften Recht des eigenen Horten- ſchlages, 458. Warum es in der Natur.der Sache ſeiber gegründet iſt, daß diejenigen, die keine eigentiiche'Schäfereygerechtigkeit, ſondern nur bloß das Recht, Schafe halten zu können, beſißen, keinen eigenen. Horten- ſchlag halten können, 459.- Daß die gemei- niglich vorgegeberte Urſache, warum denUn-
terthanen der Hortenſchlag nicht zu erlauben,
weil die Weide vor das Zug- und Rindvieh dadurch geſchmählert würde, falſch und un- zulänglic) ſey, eb. daſs Daß in Anſehung “- der Unterthanen der Hortenſchlag auch nicht ſo nothwendig, als'bey den herrſchaftlichen Schäfereyen, ſey, 460. Warum es hart ſey, wenn an einigen Orten die Unterthanen ihre Schafe. in die herrſchaftliche Horten zu treiben angehalten werden, 461. Daß die Schuldigtreit aller Dorfseinwohner, auch ſo gar der Prediger, Müller und Hirten, ihre Scafe in die herrſchaftliche Horten zu trei- ben, in Pommern durch ein augsdrückliches Oeconu, Forens, VIII Cheil,
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LandeLgeſeß feſtgeſeßet worden, eb. daſ Daß dieſes Geſeß auc) noch bis:ur Stunde in Obs» ſervanz ſey, und bey entſtandenem Wider» ſpruch darauf rechtlich ecfanne worden, 462. Ob es nicht, ohne Nachtheil der Herrſchafilt- <en Schäfereygerechtigkeit erlaubet werden fönnfe, daß die ganze Gemeine nach deniLooF oder Reihe,„unter der Aufſicht des Gemein- Schäfers, einen beſondern Hortenſchlag auf ihren Feldern hielte, 463. Der Begriff von dieſem Hortenſchlage einer Bauerheerde wird näher erläutert und aus einander geſzget, eb, daſ. Urſachen, warum-ein dergleichen Hor- tenſchlag der Herrſchaft auf feinerley Art nachtheilig ſeyn fönne, der Herrſchaft aber die Direction davon überlaſſen werden müße, 464. Warum ſolches auf den Bauerdörfern zu erlauben, völlig unbedenflich ſey, 4%5. Daß auch von den Vorfichten, welche den Hortenſchlag vor die Schafe völlig unſchäds lich, und voy die Aecker deſto nußbarer mas <hen können, das Erforderliche zu erwähnen nöthig ſey, eb. daſ, Daß von vielen das Horten überhaupt vor die Schafe als ſchlech- kerdings ſchädlich gehalten werde, worunter ein beſonderes Beyſpiel von einem großen in der ſpaniſchen Schafzucht ſehr erfahrnen Mann angeführt wird, 466. Warum ſelbſt aus der Geſchichte der ſpaniſchen Schafzucht, wovon zugleich eine umſtändliche Nachricht beygefüget wird, daß das Liegen der Schafe unter freyen Himmel denſelben mehr zuträgz lich, als ſchädlich ſey, fich ganz flar zu erge- ben ſcheine, eb. daſ.. Daß der Unterſchied des-fpaniſchen und deutſchen Klima das Lie- gen der Schafe in den Horten an und vor ſich nicht ſchädlich machen könne, 471. Wie auch die Unſchädlichfeit des Hortenſchlages in der Natur der Schafe ſelber gegründet ſey, eb. daſ, Daß inzwiſchen auch bey dem Dor- ken mit den Schafen viel Uebertriebenes vor- fallen fann, und daher gewlſſe Vot ſichten, damit es nicht zufälligerweiſe den Schafen ſchädlich werden möge, nsthig ſind, 472+ Von der in vielen Gegenden gewöhnlichen Regel, daß, ſo bald der Hortenpfahl in die Erde kommen kann, der Echäfer in die Hor- ten kreiben, und damit ſo lange, bis die Ein- ſchlagung des Hortenpfahls wiederum durch
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