Teil eines Werkes 
Siebenter Band (1783)
Entstehung
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532 Eilftes Hauptſtück,

Wenn inan die Oberfläche des-Leßtern völlig beraſet ynd mit Gras und Heide- Kraut beleget antrifft, ſo wird man in dem-Erſtern öfters faum ein Spürchen davon, wenn man e3 auch mit einer Laterne auffuchen wollte, finden können.

Und in der That wäre es auch ein Wunder der Natur, wenn in ſolchen Wäldern, des öfters wiederhohlten und beſtändig fortgeſekten Streurechens ohnerachtet, dennoch Gras wüchſe,;:

Das Streurechen iſt eine Handlung, aus welcher die Zerſtörung des Graſes nothwendig folgen muß.- Man kann alfo dieſe Schädlichfeit. um ſo weniger bezweifeln, als ſie nicht allein durch die Erfahrung beſtätiget wird, ſondern auch das Segentheil dae von ſchlechterdings zu den unmöglichen Dingen-gehöret. j

Ich wüßte nicht, was man von einem? Wirth denken ſollte, welcher dreiſte genug wäre zu behaupten, daß von dem Streurechen weder für das Holz, uoch auch den Gragwuchs, ein Nachtheil zu befürchten ſey.

I< habe zwar niemanden gefunden, der ſolches ſo ſchlechthin behaupten wollen, obgleich viele Wirthe das Streurechen- gar. ſehr zu rechtfertigen, und den daraus entſte henden Schaden ſo klein als möglich zu machen, ſuchen.

Juzwiſchen handeln doch diejenigen, die dieſe Wirthſchaftgart treiben, ſo, daß man nicht anders von ihnen vermuthen kann, als daß ſie in ihren Herzen von der Un- ſchädlichfeit des Streurechens überzeuget ſeyn müſſen.

Unmöglich wäre ſonſt, daß ſie ſich recht vorſeßlich zwey ſolche wichtige Wirth- ſchaftstheile, als Wald und Hütung ſind, einer Sache halber, die durch andere Mittel ſehr leicht zu erſeßen wäre, mit faltem Blut zu Grunde richten ſollten.

6. 803« Kinige Gründe, warum die Streu aus den Biefer- und Tannenwäldern nicht ſchlecHterdings nothwendig ſey, ſolche auch nur eine ſchlechte Art von Viiſt gebe,

Geſest auch, daß auſſer den Kiefer- und Tannenwäldern kein anderes Mittel, um den Abgang der nöthigen Einſtreue zu erſeßen, vorhanden wäre, ſo wird doch der Mangel des Strohes wohl ſo leicht an feinem Orte dergeſtalt groß ſeyn, daß nicht we- nigſiens ein Theil davon zur Einſtreu? angewendet und beſtimmet werden fönnte.

ſt aber dieſes, ſo fommt es nur bloß auf ein Beyhütfsmittel, um das darunter noch etwa fehlende Stroh auf eine andere Art zu erſeßen, am.

Hiezu wählet man nun in den Kiefer- und Tannenwäldern das allerſchlechteſte und untauglichſte, da do<, wie unten mit mehrern gezeiget werden wird, allenthalben noch mancherley andere Mittel, die ſich dazu weit beſſer ſchien, und wodurch feinem an- dern wichtigern Wirthſchaftstheil ein Nachtheil wiederfähret, vorhanden ſind,

Wenn man nun annimmt, daß an einem Orte nur halb ſo viel Stroh, als ſonſt zu einer reichlichen Einſtreue nöthig wäre, angewendet werden könnte, ſo würde es doch allemahl beſſer ſeyn,. es bey-diefer halben Einſtreue bewenden zu laſſen, und folglich nach der Fuderzahl weniger Miſt zu machen, als daß man, um mit einer großen Menge von Miſtfudern Prablerey zu treiben, Wälder und Hütyngen zu Grunde richtet,

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