Von den wirchſchaftlichen Wahrheiten, welche ſowohl 16, 529
9. 7799 Von dem ſchädlichen Streurechen in den Kiefer- und Tannenwäldern, und daß ſolches eine der größeſten Sinderniſſe eines glüFlichen Zolzwuchſes ſep.
Die 5. 776. in dieſer Materie beliebte Ordnung führet uns nunmehr zu einex der unbeſchädigten Erhaltung der Wälder entgegen ſtehenden Hinderniß, die bloß von dem menſchlicgen Willen abhänget, und auf einein eingewurzelren Vorurtheil beruher, wovon ich aber zur Ehre des menſchlichen Seſchlechts, und beſonders des wirthſchaftlie chen Theils,. davou, daß ſoiches nur ein Fehler der Vorfahren, der unter ihren INache Fowimen weiter nicht anzutreſſen, geweſen wäre, ſagen zu können wünſchte. s
Es iſt ſolches das unglücfſelige Streuxechen, wodurch der Wachsthum des beſten Holzes offenbar verhindert, und auch ſelbſt in dem A>erbau, zu deſſen Beſten man, die aufgerechte Streue anwenden zu müſſen, vorgiebet, vieler Schade angerichtet wird.
Auch dieſe von Menſchen ſeiber geſtiftete Verwüſtung des Holzes trifft nur bloß die Kiefer- und Tannenwälder.
Nur in deren Blätter oder Nadeln haben ſich viele Wirthe dergeſtalt verliebe, daß ſie ſölche als das vortreff iichſte Mittel, um die Aecker feuhebar zu machen, anſehen.
39, in viclen Gegenden ſchäger man ſich für unglüclich, wenn man nicht einen reichen Ueberfluß von dergleichen Kiefer- und Tangennadeln har, und man hält; den Ges brauch davon abzuſchaffen, für uninöglich.
Ein GlücF iſt es, das dieſe ſehr übel erdachte Gewohnheit nicht überall üblich iſt, ſondern nur einige Gegenden, worin ſie auch durch ein hartnäckiges Vorurtheil noch im- merfort erhalten wird, damit angeſteet ſind.
Von dieſer faſt unglaublichen, an ſich aber höchſt ſchädlichen Verblendung vieler Wirthe und ganzer Gegenden, habe ich mich in einem beſondern Tractat, welcher auch bereits unter der Feder iſt, das zu bemerken Nöctbhige zuſaminen zu tragen, vorgenommen, und ich werde mich daher gegenwärtig hierunter ganz kurz faſſen können,
Nur bloß von der Schädlichfeit, die hiedurc< in dem Holze angerichtet wird, ſoll das Hauptſächlichſte bemerket werden.|
In wie weit ſie aber auch in dem Aerbau ſelber vieles Unheil ſtifte, und den
beſimöglichſten Zuſtand deſſelben verhindere, bin im, in dem erwähnten Tractat ganz beſonders zu zeigen und auseinander zu ſeßen, willens,
6. 800, Von der LTothwendigkeit und Rechtmäßigkeit eines LZandesgeſetzes, wodurch dieſes " Streurechen gänzlich unterſaget wird,
Der Schade, der aus dem Streurechen in Anſehung der Wälder ſelbſt erwächſet, iſt bereits in der erſten Abtheilung dieſes-Hauptſtücks 5. 34. ziemlich umſtändlich vorge kragen, und daraus der allgemeine Grundſas, daß, wenn allenthalben für eine unbez ſchädigte Erhaltung der Sorſten und Waldungen geſorget werden ſolle, auch beſon. ders das an vielen Orten eingeführte: Streurechen in den VLTadelbholzwäldern durch eine allgemeine Landesverordnung verbothen werden müſſe; hergeleitet worden.
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