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3 Wird dieſes nußbare Holz nicht ſofort auf die beſtmöglichſte Art ins Geld zu ſeßen geſuchet, ſondern es bleibet ſolches öſters Jahr und Tag, und öfters noch wohl länger ungenußet liegen, ſo iſt ganz natürlich, daß es dadurch zuleßt in bloßes Brennholz vero wandelt werden müſſe.
Ein ſolches Verfahren und Nachläßigfeit wird wohl von jedermann als ein ſehr wichtiger Fehler in der Holzwirthſchaft angeſehen werden müſſen, und aus dieſem Grun- de muß alle Mühe, um bey einem entſtandenen Windbruch das nusbare Holz zu retten, und es nicht aus ſeinen Würden kommen zu laſſen, angewendet werden.
6. 798+ Yo: ſchlag, auf welche Art ſolches am bequemſten und ſicherſten geſchehen könne.
: Freylich trifft es ſich nicht alleimahl, daß nach einem entſtandenen Windbruch ſich auch ſofort zu dem dabey mit umgeworfenen nußbaren Holze genugſame Kaufer finden. Den Vorrath davon öffentlich ausbieten zu laſſen, würde nur ſelten eine andere Wirkung haben, als daß man ſolches Holz vor einen unmäßig geringen Preis zu erhal- ten begehrte, dieſes aber anzunehmen, könnte einent Eigenthümer, der nicht deshalb in der größten Verlegenheit geſeßet wäre, nicht angexathen werden. Am beſten ſind diejenigen daran, welche in dergleichen Fällen ſelbſteigone, oder doch in der Nachbärſchaft befindliche genugſame Schneidemühlen haben.: Und wenn auch dergleichen nicht vorhanden wären, ſo ſind ſie doch immer, durch die oben bey einer andern Gelegenheit bemerfte Bretſchneider, wodurch der Abgang der Schneidemühlen ganz füglich erſeßet werden fann, ſich darunter zu helfen im Stande. Das ſtarke Holz mag, wenn ſich keine Käufer, die ſolches für einen billigen
Preis Stammweiſe erfaufen wollten, finden, ganz füglich zu Bohlen und allerhand Ar-
ten von Bretern, wie es der in einer jeden Gegend gewöhnliche Holzabſaß rathſam ma-
<et, das ſchwächere Holz aber zu Latten verſchnitten werden.: Werden die davon geſchnittene Bohlen, Breter und Latten, bis ſie zu der gehö-
rigen Trockenheit gelanget, ſicher auf behalten, ſo iſt es wohl nur ein ſehr ſeltener Fall, daß nicht ein Eigenthümer durch dieſes Mittel zu dem wahren Werth ſeines verunglück«
ten Holzes gelangen ſollte. Trocene Bohlen, Breter und Latten werden allemahl vorzüglich beliebet,"und es
wird daher ſolches auch niemaßls ungeſuchet bleiben, ſondern das Holz wohl öfters noch mit mehrerm Vortheil, als wenn es Stammweiſe verkaufet worden, auf dieſe Art verlo-
ſet und an den Mann gebracht werden können.:: Wie ſelten aber läſſet man ſich in dergleichen Fällen in das Kleine der Holzwirth-
ſchaft ein! Gemeiniglich ſiehet das nußbare und Brennholz unter einerley Verdammuiß. Es wird beydes eingeſchlagen, oder zum Kohlenſchwelen, Pechhütten und andern der-
gleichen Benußungsarten des gemeinen Windbruchholzes, verwandt. - Nöthig iſt es daher geweſen, dieſen ſo gemeinen Fehler bey gegenwärtiger Gele». genheit zu bemerfen, und einem jeden Waldeigenthümer zur richtigen Benußung, auch
ſeiner Windbrüche, eine Anleitung zu geben. ; 8. 799»


