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die“ Ausſanguttg des Winter-Rübfaamens, etivas geringer, als die des Rapſes 3; dahingegen wird aber auch“ der erſiere nicht mit Mergel und derjenigen Fruchtbarkeit, welche die vorhergehende' Dreeſch- weide der Braache giebt, unterſiüßt, und dann möchte ſich wohl beides ausgleichen. Auch hier hakt ſich der Winter- Rübſame in Hinſicht ſeines pecu- niairen Ertrags einen fehr großen Ruhm erworben; denu in Sachſen ſagt man allgemein: „Wenn Eigenthümer und Pächter Zitn- ſen und Pacht nicht aus dem Verkauf „des Winter-Rübſaamens löſen kön» men,ſoſieht es für beideſehr ſchlimm „4u8, beſonders bei niedrigen Kory- udreiſen.“ Man hat dem Rapsßau auch den Vorwurf ge» mat, daß er das Stroh vermindere, folglich auch den Dünger, und dadarch eine nachtheilige Rück-
wären, als unſere neuen Theoretiker behaupten, ſo begreife i< ni<t, wie wir Mecklenburger noch immer ſo viel Korn bauen, und uns do< noch nicht ausgebaut haben, da ein großer Theil unſerer Feldor ſo reichlich mit wilden Nübſaamen geſegnet iſt, daß unſere Som- metrſchläge öfters den Rapsfeldern gleihen, und wir fo zu ſagen in einer Rotation, äußer den Getreide- Saaten, auch noch zweimal wilden Nübſaamen bauen. A, d, Virf.


