Jahrgang 
2 (1821)
Seite
408
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aan 408 Due

Hier bringt alfo der'Rapsbau ein Plus von x9 Nehlr. 40 ßl.*)

Die Behauptung des Herrn v. Voght, daß nemlich die Fruchtbarkeit des Bodens, nach vollen- deter erſier Rotation, beint- Rapsbau verbunden mit Mergel, nicht einmal wehr auf den Grad zu ſtehen Fomme, auf welchem ſie ich vor der Bemer« gelung befand, widerſpricht einer funfzigjährigen Erfahrung der Probſteier; nicht weniger auch ande- xer, die ſich mit dem Bau dieſer Pflanzen abgegeben haben und uoch abgeben. Wie wäre es auch ſonſt möglich, daß dieſe Menſchen nach einem Zeitraum von 50 Jahren noch immer den Raps mit großem Vortheil bauen könnten. Selbſt in den kornreichen Gegenden Sachſens, wo Dreifelderwirthſchaft ge- trieben wird, beſäet. man ſeit undenklichen Zeiten einen Theil der reinen gedüngten Braache mit Win» ter- Rübſaamen, ohne eine andere Erſchöpfung des Bodens, als die gewöhnliche nach. Winter- und

. Sommergetreide bemerkt. zu haben**). Zwar iſt 2) Wie mancher Gutöbeſiber, wie manc<er Pächter in

Holſtein, hat ſich in dieſen ſo. ſ<lechten Zeiten bloß

durc den Rapsbau erhalten! und doH will man ihm

dieſen Anker rauben!

A. d. Verf.

9*) Wenn die Oelpflanzen, beſonders dex Naps mit ſeinen vielen Abarten, wirklich von fo ausſaugender Art

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