Jahrgang 
2 (1821)
Seite
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wirkung verurſä<ße. Dies iſt aber nur ſcheinbar, wenn man' auch das Stroh und die Schoten des Rapſes für nichts rechnen wollte; denn niemand wird wohl ſo unüberlegt handeln, gleich im erſien Jahre der'Bemergelung, wenn ſich auch der Boden dazu eignete, ſogleich einen ganzen Schlag mit Raps zu beſäen; er wird ſich vielmehr anfänglich mit dem vierten oder dritten Theil deſſelben begnügen. Da er aber den ganzen Schlag gemergelt hat,. ſo wird ihm der noch übrige, mit Winterkorn beſäete Theil des Braabſchlages noch immer eben ſo viel, wo nicht noc< mehr an Wintcerſtroh liefer?, ats er vor der Bemergelung vom ganzen Schlage erhielt. Hat aber der Mergel'nur erſt eine Rotation durche gemacht, und'Dung- und Strohvorrath dadurch vermehrt, dann: kann er den Raps gerne in die Fruchtfolge aufnehmen, denn Winter- und Som- merſiroh wird nun den doppelten Ertrag von dem geben, was es vor der Bemergelung gab.

Ein anderer Vorwurf iſs der: der Rapsbau beſchränke die Weide. Wen» aber wir Meck- lenburger in einer Rotation, mit Einſchluß des Raypſes, nur drei Saaken nehmen, fo fällt auch dieſer Vorwurf weg. Aber was werden unſere Schaafe dazu ſagen, wenn wir thnen ihre Braache ſo ſehr ſchmälern? auch dieſer Einwurf läßt ſich teicht entlräften; es verbleibt ihnen ja derjenige

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