Jahrgang 
2 (1821)
Seite
404
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Cleviſchen, hat ſich der Mergel ſeit vielen Jahren ein ſolches Anſehen erworben, daß man ihn mit ungeheuern Koſten herbei zu ſchaffen ſucht. Man ſäße ihn nemlich aus Holland kommen, auf der Maas herunter in den Nhein, und er koſiet am Ausladungsplaße pro Berliner Scheffel 3 Ggr. 4pf- Preuß. Courant; rechnet man nun noch hinzu den, für manchen vielleicht noch weitern Transport auf der Achſe, ſo begreift man kaum, wie ſich die doto tigen Landleute noc:'aufs Mergeln einlaſſen können. Wollen ſie aber rothen Klee bauen, ſo ſind ſie dazit gezwungen, denn ohne Mergel wili er bei ihnen nicht wachſen. Dies iſt entlehnt aus einem Berichte, welchen ein Cleviſcher Beamter 1787 an die Preuß. Regierung abſtatten mußte, 2) Den NRapsbau.

Der Mergel iſt der feſte Ankergrund, der Raps der Anker, und unſere Exiſtenz, unſere Wohlfahrt, das Schiff, welches jekt auf den tobenden» alles berſchlingenden Fluten, herumtreibt. Sind wir nun nicht auf einen guten Ankergrund und ſiarfen Anker bedacht, ſo wird unſer Schiff von den Fluten ver»- ſchlungen/ und.;wer keinen Schiffbruch aushalten oder verſchmerzen kaun, deſſen Wohlfahrt wird- durch gänzlich untergraben; er wird ein Bette ler! Da der Ravpsbau unter uns noch nicht allge- mein eingeführt iſt, ſo ſc<hmeichle ich mir, unſern Land-