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Das. Mergeln wird uns zu einer Zeit,=- die gewiß nicht mehr fern iſt,=- auf ein ganz anderes und einträglicheres A&erſyſiem leiten. Wir werden unſern Kleebau erweitern, die Viehzucht vermehren, und dann Theilweiſe zur Stallfütterung und zum Fruchtwechſel übergehen.
Eine fanfzigjährige Erfahrung der Landleute itz der Probſtei bei Kiel, welche eine dem Boden.an- gemeſſene Mergelung und Beackerung, verbunden mit Dünger, anwendeten, widerſpricht gänzlich der Warnung des Herrn v. Voght. Die Feider dieſes ſo glücklichen Völkchen prangen noch immer mit den üppigſten Saaten, und demohngeachtet behauptet Herr v. Voght, daß der Merget ſeine Wirkung bloß in der erſten Rotation zeige, und daß nach Vollendung derſelben, die Fruchtfolge des Bodens wieder auf den nemlichen Punkt zu fiehen komme, wie vor der Bemergelung. Wir Mecklen- burger können nos überdies weit zweckmäßiger mergeln, als. unſere Nachbarn, die Probſteier., ins dem uns die ſo gütige Natur nicht allein mit Thot ſondern auch mit Sandmiergel reichlich verſehen hatz welcher letztere jenen gänzlich fehlt, daher ſie ges zwungen ſind,.Thonmergel auf Thonboden zu fah- ren, Dennoc< aber haben ſie ſeit funfzig Jahren keine Rachtheile ſondern Vortheile davon verſpört. Auch in andern Gegenden Deutſchlands, z, B. im
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