Jahrgang 
2 (1820)
Seite
9
Einzelbild herunterladen

Siveig mit. weniger. Aufwand zu vervollkommnen; als eben die Rindviehzucht, wenn man ſich nux über den Grundſaß verſtändigte: nur von der.in jeder Hinſichtbeſten Milchkuh den Stamm zu wählen Hey.der Auswahl nicht durch zufällige Eigenſchaften, nur durch die Tugenden der Mutter ſich leiten zu laſs ſen. Man. findet aber durchaus, daß bey der Aus- wahl der Bollen zufällige Eigenſchaften und nicht der-Werth der Abſtammung berückſichtigt wird. In 20 Jahren wird man bey ſorgfältiger Auswahl. des Bollen bis zur 7ten Generation vorſchreiten, alſo ſchon darauf Anſpruch machen können, gewünſchte Eigenſchaften durch ſiebenfache Generationen näher gebracht zu ſehen, Ob das Frieſiſche, das Jütſche, das Holſteinſche, das Tyroler- oder das Schweizer- Blut das beſte ſey, kann man inzwiſchen unentſchiee den laſſen, wenn man vorerſt das Blut der beſien Kuh vervielfältigt. Abſurd erſcheint aber das Vor- urtheil des Mecklenburgiſchen Landwirths gegen das fremde Blut, da er kein ächtes Mecklenburgi- ſches Blut aufzuweiſen hat, und die Jacke für Blut geben will.

Man fann im allgemeinen annehmen, daß die Viehzucht ſich in dem Grade vervollfommt, als ſie nicht blos Mittel, ſondern Zweck iſt. Vollfomm- ner iſt ſie daher auf den Alpen, auf. dein niedrigen Weiden in Holland, auf den dex See abgewonnenen