Jahrgang 
2 (1820)
Seite
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haft iſt e87 von Erzeugung einer: einheimiſchen Race ſprechen zu wollen, welche die ausgezeichnete Eigen- ſchaft hat, daß ſie: ſchwarzſchäckig ausſfieht', weit ganz gewiß das urſprüngliche Vieh des Landes nicht ſchwarzſchäckig; geweſen, ſondern: dieſelbe/Farbe ge- habt hat, welche alles Landvieh dieſer: Gegend bis an die Oder hinauf hat, nemlich eine: blindgelbe und rothe Farbe,"etwa mit weißen: Rücken und kleinen Flecken. Die eigentliche: Landvieh- Race finden wir am häufigſten in der: Mark und Pom- mern, wo weniger Vermiſchung mit Jütſchem und Holſteinſchem Vieh ſtatt gefunden hat; am häufige ſien noch in Bauerdörfern und Sandgegenden:'Es iſt feinknöchig, hochbeinig, ſpiß, gewinnt bey. reiche licher Nahrung feine lange Hörner. Das ſchwarz und blauſchäckigte Vieh iſt nicht Mecklenburgiſchen, ſondern Jütſchen Bluts und wird das Jütſche Blut in dem Maaße hergeſiellt, wie die beliebte Färbe conſianter wird. Am leichteſten und ſicherſten wird man wohl zu der herrlichen conſtanten Farbe der Scwarzſchäcken gelangen, wenn man ays Jütland ſich Schwarzſchäcken kommen läßt, welche gar keine Anlage haben, gelbliche Abkömmlinge Mecklenbur- giſchen Bluts zu produciren,Dadurch wird noch feine conſtante ausgezeichnete Race erzeugt, daß ein Viehſiamm nach dem Princip der Lieblingsfarbe mehrere Generationen ausgewählt und durch beſſere