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Aus Medlenburg-Streliß- ven 6. December 1819.
S. 183 des
fünften Jahrganges der Neuen An
nalen tadelt ein Wirth qus Holjiein den Rath des
Herrn Doctor
den Acker fahr
Gerke; daß man.den Abraum auf en ſoll, indem er verſichert, das Aufe
fahren des ſogenannten faulen Lehms ſey ſehr ſchädlich, ja! dieſer Lehm ſey ein Gift für den Acker,
Wenn es
die Meynung des Herrn Verfaſſers
iſt, daß man auf guten Boden keinen Abraum fahren ſoll, ſo pflichte ich ihm willig bey, aber daß der ſogenannte faule Lehm auf heißen, ſandigen Stellen ſehr gute Dienſte thut, davon habe ich mich
überzeugt.
Im Winter 1817 legte ich eine Mergel- Grube an. Da ich nundieſe Grube in der Folge als Vieh-
tränke nußen fortſchaffen, Schindelſand, Sandſcholle;
wollte, ſo mußte ich den Abraum Dieſer beſtand. aus faulem Lehm und
In der Nähe der Grube war eine wo nach dem Zeugniß aller meiner
Leute das Korn immer verbrannt ſeyn ſollte, auch war dieſer Ort als Weide überall nicht zu nußeny denn er war gar nicht benarht. Hier ließ ich den Abraum, ungefähr vier Karren, die Karre zu 8 Kus bik- Fuß Mergel gerechnet, auf die Duadrac- Ruthe fahren; unter vier Theilen Abraum njochte etwa ein Theil Mergel ſeyn. Alles ward gleich gee ſtreuet und blieb bis Johannis ruhig liegen. Im Herbſt ward dieſe Scelle yngedüngt mit Rocken
beſäet. Bey der
ungeheuren Hiße, die wir im'abger
wichenen Sommer gehabt haben, war hier ganz dorzüglich ſchöner Rocken; er hatte Mannes Höhe, ſehr ſchöne Yehren und ſiand dem Rocken, der gleich neben an quf feſtem und ged üngtem Boden g2» ſäet war, in nichts nach. Hieraus gehet nach meiner Yeberzeugung klar herv»r, das der lehmige
Abraum auf
heißem Sand-A. fer ſ9x dienlich iſt,


