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So wie die Wolle aus dem Keſſel kommt, wird ſie nach dem Ort hingebracht, wo ſie gewaſchen werden ſoll, und zwar geſchieht dies in Körben, Jedes Waſſer iſt nicht gleich gut dazu, ſolches wähle man, ivo möglich- welches Leinenzeug gut wäſcht, worin die Gemüſe ſchnell gar kochen, und welches die Seife ſchnell auflöſt. Fließendes Waſſer iſt beſſer als ſtehendes, Brunnenwaſſer am ſchlechte- ſien; muß man es brauchen, ſo läßt man es einige Tage vorher in freyer Luft ſtehen, oder läßt es abkochen.
Um im fließenden Waſſer gut zu waſchen, hat man 2 Körbe, die nicht eng geflochten ſind, die man einen auf den andern ſeßt, ſo daß das Waſſer nicht über den oberſien Rand ſteigt, damit es die Wolle nicht wegführt? man wäſcht in dem untern Korbe und wirft die gewaſchne Wolle davon in den obern; darin entläßt ſie ſich und reinigt ſich dann noch völlig. Man muß die Wolle nicht rei- ben; ſie würde ſich verfilzen. ES iſt hinreichend, ſie ſchnell im Waſſer hin und her zu bewegen, und darin mit einer Harke ſo viel möglich zu öffnen, mat cührt ſie unaufhörlich von einem Winkel des Korbes nach dem andern. Sieht man, daß ſie gub ent- wirrt iſt, auf der Oberfläche flockig ſchwimmt, und das Waſſer aus: dem, erſten Korbe vein. herausgeht, ſo nimmt man, ſie heraus; um-ſie zu; trocknen,


