Jahrgang 
2 (1818)
Seite
782
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ſer iſt zum Waſchen am nöthigſten, und man muß

ihn gut zu Rathe halten. Man bringt dies Waſſep.

in Keſſel und erwärmt es bis zu 50 bis 60 Grad Reaumur; unter 50 Grad würde nicht hinreichen/ über 60 Grad, würde die Wolle kraus machen, und hart und brüchig. Mann kann ohne den Thermometer den rechten Wärmegrad findeny wenn das Waſſer ſo weit erwärmt wird, daß man die Hände nicht mehr darin halten kann, ohne ſie zu verbrennen. Wenn das Waſſer ſo weit iſt, ſo legt man Wolle in den Keſſel, je weniger, deſio9 beſſer wird die Entfetrung. Mit einem ſehr glatten Stock oder hölzernen glatten Querl rührt man umz) holt die Wolle unaufhörlich auf, um ſie zu öffnen und durchdringbarer zu machen; wollte man ſie umdrehen, ſo würde ſie ſich verwickeln, welches fär die folgende Behandlung hinderlich wäre, Nach 3 oder 4 Minuten zieht man ſie mit den Händen oder der Gabel heraus 3 man legt ſie in einen Korb, den man einen Augenblick über den Keſſel hält, um ſie ablecken zu laſſen, und nichts von dem Fettwaſſer zu verlieren? in dem Maaß, daß das Fettwaſſer ſich verbraucht, bringt man andres dazu; wenn es ſchmußig wird, gießt man es aus) und bereitet neues. Kann das Local zu der Operation bedeckt ſeyn, ſo iſt es beſſer, wo nicht, ſo wählt man- ſchs- nes Wetter.: eie