Jahrgang 
1 (1818)
Seite
346
Einzelbild herunterladen

Es

wehiger entbehren, als der Stoppelwirth, I< verſtehe unter Stoppelwirthſchafe die Benubßung des Ackers, da nach der Schootenfrucht 2 bis 5mal Halmfrucht genommen und gar nicht gebraacht wird, eine Wirthſchaftsart, welche bey den Städten in Mecklenburg, die keine Braache haben, ſehr häu fig gefunden, und, wenn alle 3 bis 5 Jahre gedüngt wird; ſo ſchlechte Erträge nicht giebt. Das Land bleibt hierbey in ziemlicher Cultur und vertreiben das Unfraut und die Queken den Wirth nicht aus dem Felde, während bey naſſen Jahren und aller möge lichen Anſtrengung die Wechſelwirthſchaft mit ihrer geſömmerten Braache ihn keine Freude anz ſeinen Productionen haben läßt.*)

*) I< kenne Stoppelwirthſchaften im Mittelboden, welche galle 5 Jahre mit einem vierſpännigen Fuder Miſt etwa zu 2800 Pfund auf 10 OQO. Nuthen zu Schootenfrüchten oder. zu dem darauf folgenden Waißen und No>ken dün- gen, dann Gerſte, No>en und zum Beſchluß wiederum Gerſte bauen. Jh habe einen 39ojährigen Durchſchnitt vor Augen und kann im Allgemeinen angeben, daß geerndtet ſind von 60 Q. Ruthen 3 1/2 Scheffel Erbſen faſt 6 Sc<fl. Waiken faſt 7 S<fl. Gerſte und faſt 5 Schfl. Ro>en, ein Erträg, der den Durchſchnittser- trag eines angränzenden braachenden Koppelfeldes über= traf. Freyli< ſchien überwiegend zu ſeyn die Ueppigs keit der gebraachten Koppel; die nachfolgenden Saaten, und die ſchlechten Stellen hohlen aber ſo viel zurüs,