Jahrgang 
1 (1818)
Seite
342
Einzelbild herunterladen

- 342=

aus dem näheren Zuſammenhang mit demUnfergrund geſeßt wird, und ſo bey der Wärme einein Grad der Trockenheit erhält, den er nicht gewinut, wenn.er im feſten Zuſammenhang mit dem Untergrund bleibt. Die durch die Beackerung zerriſſene Pflan- zenfaſer fiirbt in der Trocfniß völlig ab, und geht in Verweſung über, was ihr nicht wiederfährt, wenn ſie im Zuſammenhang mit dem Untergrund bleibt. Aber nur in trocknen Jahren wird. daher der Acker gahr und gewinnt die der Braache eigen- thämliche Mürbheit. Die Sommerbraache wird in naſſen Jahren daher nicht zur Vollfommenheit gebracht werden können, und es frägt ſich, ob viel- leicht nicht nach naſſen Braach- Jahren und trock: nen Herbſien der Fall eintritt, daß das Stoppel- korn vor dem Braachforn den Vorzug gewinnt. Indem die Braache das Wurzelwerk zerüöhrt, und zur Fäulniß bringt, bereichert ſie die Krume; zue gleich aber bereitet ſie die in der Krume befindlichen Nahrungsſtoſſe vermuthlich- zur Erzeugung des Safts, der die Pflanzen nährt. Die Erfahrung iſt wohl nicht zu beſtreiten, daß die Braache um ſo wirkſamer iſt, je mehr Nahrungsſtoff der Boden enthält, der gebraacht wird, und je ſeltener ſie an gewandt wird. Auf armen Sandacker wirkt die Braache nicht bedeutend, am meiſien auf ſchweren dadurch entbuyndenen und aufgelöſien und auf humus-