Jahrgang 
1 (1818)
Seite
341
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Man nennt das Winterpffügen auch' Braacheit. Die Winterbraache hat aber bey weitem nicht die Wirkſamkeit der Sommerbraache, ſie zerſiöhrt nicht die Vegetabilien, und iſt die gleichmäßige Tempera- für der Luft aufden Fruchtſto> nicht ſo einwirkend; durch. den Froſt arbeitet ſie aber der Sommer» braache vor. Nach dem äußern Anſchein unter ſcheiden ſich die gebraachte Erde von der nicht ge* braachten dadurch, daß-ſie eine, gleichmäßige Locker? heit und einen gleichmäßigen Zuſammenhang hat. Die vegetabiliſchen Rückſtände haben keinen Einfluß weiter auf den Zuſammenhang, erzeugen mechaniſ; nicht mehr einen theilweiſe ſtärker Zuſammenhang, nur der Zuſammenhang bleibt, den die eigenthüm- lichen Beſtandtheile des Bodens mit ſich bringen, Man nennt dieſen gleichmäßigen Zuſammenhang der Krume, ihre Mürbheit. Alle Theile der Krume ſind ſo weit aufgelöſet und theilbar, als ſie der Bes ſchaffenheit des Bodens nach ſeyn können, die junge Pflanze kann mit ihrer Haarwurzel daher ſie nach allen Seiten durchdringen, und ihren aufgeſchloſſe- nen Fruchtſioc> aufnehmen. Dieſe eigenthümliche Lockerheit und Durchdringlichfeit ſcheint: der ge braachte Acker insbeſondere dadurc< zu erhalten) daß er in der Mitte des Sommers, wenn bey der Dürre der Graswuchs oder die natürliche Vege- tation ſtill zu ſtehem ſcheint, durch die Bearbeitung