Jahrgang 
1 (1819)
Seite
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über die Schaafzucht finden, do< erlaube ich mir etwas darüber zu ſagen.:

Die Weide iſt vorzugli< bey Ihnen,= ich meine die ſchönen Fluren in der Gegend von Ne u- ſfiadt, Eutin, Oldeslohe u. ſ. w.. aber ſie erfordert ſehr behutſame Schäfer. Die Koppeln find theils nicht genug abgegraben, daher ſammely ſich häufig bey vieler Näſſe Waſſerpfüßen, theils liegt an den Erdwällen und Hecken viel Schnee, der langſam ſchmilzt und auf dem dort früh ſproſ- ſenden Graſe Schlamm zurück läßt. Das Gras an beyden Orten freſſen die Schaafe begierig; es iſt ihnen aber ſehr ſchädlich, Von Ihrer- guten Weide würden Sie, neben der Braachweide, aufs Eschaaf 20 Q. Ruthen rechnen; und Sie ſteigen mit der Zahl der Quadrat;, Ruthen ſo wie dieſe ſchlech: ker wird.

Laſſen Sie die Schaafe im Herbſie nicht zu ſpät in den Horden liegen, ſondern bringen Sie ſie bey naſſer Witterung in dein Stall und geben ihnen, ehe ſie herausgetrieben werden, eine kleine Futte- rung Stroh. Man rechnet, daß die Schaafe 30 Wochen auf dem Stall ſind und gefüttert wer» den. In dieſer Zeit brauchen 100 Stück, um gut genährt zu ſeyn, 60 Ct. ausgeſuchtes Heu, 120 Ck, Wicken und 120 Ct. Erbſen- oder Wicken- Stroh. Siethyn wohl, das Paalkorn nicht 9a1z peif werden