Jahrgang 
1 (1819)
Seite
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zu laſſen, datnit das Stroh heuartiger wird, denn überreifes Stroh iſt eine ſchlechte Nahrung.

Laſſen Sie die Lämmer nicht zu zeitig auf die Weide treiben, ſondern geben Sie ihnen, wenn die Mütter weiden, im Staile feines Heu und etwas Hafee in die Krippen.

Es iſt den Schaafen ſehr geſund, wenn Eie ihnen, alle 8 Tage etiva, Salz, gemengt mit Seſto- ßenen Wacholderbeeren, Kalmußwurzeln, Wermuth u. d. gl. geben; doch müſſen ſie nicht gleich nach dieſer Fütterung getränkt werden. Die Schaafe gewöhnen ſich Vald ay dies Futter und freſſen es dann mit Begierde; beſonders wenn Sie anfänge- lich etwas Hafer hinzuſeken.

Reines Waſſer iſt ihnen geſund und fär die Säugeſchaafe iſt Schrodt von Gerſte, Branntewein»- ſpülich verdünnt, oder Leinkuchen in Waſſer aufge: löſet eine ſehr gedeihliche Nahrung, doch nicht noth- wendig? Auch KartoFeln, Runfein und Rüben ſind ihnen gut, doch nicht in zu großer Wenge gegeben.

Co halte ich meine Schaafe ſeit I5 Jahren und fie ſind immer in gutem Zuſtande geweſen und ſind es noch,

Für jeden Acker mag der Scaafdung nicht paſſen und dem Rindviehdünger kömmt er nie gleih. Jedoch gut behandelt, d. h. wenn er im Stalle oft mit Miſijauche begoſſen, wenn er-wieder

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