Jahrgang 
1 (1817)
Seite
156
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Foärde, mich in ſeinem ſteifen holländiſchen Garten

herum fähren zu laſſen: So viel ich'nun im Innern des Gartens, ſo wie auch an der Auſſenſeite deſſelben, Hie ich faſt ganz umgangen war, zu bemerken Gelegen-

Heit gehabt hatte, ſo überzeugte ich mich bald, daß ein

großer Theil dieſes Gartens früher in Yolländiſchem Geſchma> angelegt'geweſen. Die geraden Linien, die nicht überall durch neue Pflanzungen maskiret waren, zeugten zur Genüge von dieſer meiner Entdeckung, Indeſſen wären da wo das Haus ſtand, ſo wie auch an der äußerſten Grenze ſchöne Parthien entworfen, durch zu künſiliche und ſteife Pflanzung aber war die berechnete Wirkung nicht nur nicht erreicht, ſondern zum Theil ſogar verhunzet, So wie indeſſen jede Sache immer auch'etwas Gutes hat, ſo war es auch hier,- Die neuen, vom Hauſe entfernten Pflanzungen, die zugleich die Grenze des mit Yalliſaden umgebenen Gartens bildeten, beſtanden größtentheils aus jungen Eichen- Pflanzungen, Dieſe waren in unregelmäßiz gen, 4 Fuß yntfernten Linien, 4 Fuß auseinander ge- pflanzet, Nach Verlauf bon etwa 10 bis 12 Jahren werden ſie nahe ay der Erde abgehauen und als Brenn- holz benußt, das in Holland ſehr rar iſt, Nun gräbt imän den Zwiſchenraum im Frühjahr tief um, und bes pflanzet ihn wit Kartoffeln, die hier 10 und mehrere Fahre hindurch keine andere Düngung, als von dem abfallenden Laube erhalten, Sie gedeihen hier nicht