Jahrgang 
1 (1817)
Seite
104
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damit zu helfen wiſſen, Quellen aufzufinden, Eben ſo iſts auch mit den Befriedigungen. Ich dachte mir vormals dieſen Umſtand ebenfalls ſchwieriger, aber ich bin durch den Augenſchein eines Beſſern belehrt wor» den. Unſre kleinern Landwirthe verſtehen es'rec<ht gut, fich tüchtige Befriedigungen nicht nur anzulegen, ſon- dern ſie auch zu erhalten, Ihr ganz vernünftiges Verz fahren beſteht in folgenden:- Zufdrderſi befriedigen ſie ihre Koppeln mit doppelten Gräben und einem dazwiz ſchen liegenden Wall, Dieſer Wail wird, nac Be- ſchaffenheit des- Bodens, mit Weisdorn, Elbweiden, Haſeln, 26, bepflänzt.- Iſt dieſe He>e ſo ſtark heran gewachſen, daß ſie als Schutzhe>e dienen kann7 ſo werden beide Gräben, wenn-ſie nicht zugleich als Ab- zugs- Gräben nothwendig ſind, nach und nach wieder zugea>ert, In dem Frühjahr, da in dem vorher ge- gangenen Herbſt Wintergetreide geſäet iſt- wird die Hecke abgehauen, da ſie dann gegen die Zeit, wenn der Schlag zur Weide liegt, wieder ſo weit empor gewach= ſen iſt, daß ſie eine tüchtige Befriedigungshe>e ab» giebt, Auf dieſe Art iſt eine ſolche Hecke nie ſchädlich, ſo wenig in Hinſicht des Raums den ſie wegnimmt,, als des Schattens, indem nur blos die) Breite der Grundſläche verlohren geht, auf welcher die. Hecke ſteht» und dieſer unbedeutende Verluſt. an Laud wird doch qewiß durch deu anderiveitigen Nutzen, den ſie ſchafft, ſeyr reichlich erſet,