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Im Grunde kann unſer Bauer es nicht gut dulden, daß einer feiner Mitgenoſſen in ſeiner Wirthſchaft beſſer fortkommt, wie er, Wo er es nur kann, legt er dem, der ſich durch beſſeres Fortſtreben auszeichnet, Hinder2 niſſe in den Weg, Unter vielen Beiſpielen dieſer Art, die ich ſo oft vielfach beobachtet habe, will ich nur ein ein? ziges anführen,
Auf mein vielfältiges Zureden diſponirte ich endlich einen jungen, fleißigen Bauer dahin: daß er Mergel auf ſeinen Aer fuhr, Sein Schwiegervater, zugleich der Schulze des Dorfs, unterſagte es ihm, unter dem Vorwand: Er mache ihm Wege über ſeinen AFer, Das Mergeln hatte alſo nun ein Ende, Als die Paar Fuder Mergel, die der junge Mann aufgefahren hatte, geſtreut waren, kam ein heftiger Gewitterregen und ein großer Theil dieſes Mergels ward mit dem abflie- fließenden Regenwaſſer über den A>er des Schulzen geſc<wemmt, Dies Schulzen- StüX ward in eben dem Herbſt mit Roden beſget, der ſich nachmals gegen den übrigen ſichtlich auszeichnete und faſt noh ſchdner ſtand, a!s der Ro>en auf dem gemergelten A>er des jungen Bauern, Die Menſchen hatten nun die klare Ueberzeugung von der Wohlthätigkeit des Mergels vor Augen, aber deshalb raht der Mergel doch noch heut und dieſen Tag bey ihnen!==
Beiſpiele der Art ließen fich no< in zahlloſer Menge anführen, wenn es unüßzte und frommie, Es


