Jahrgang 
1 (1817)
Seite
73
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warmen Sommertagen mehrere Tage au8gebreitet ge? legen, die ganze Atmosphäre mit einem ſtechenden Ges ru) angefüllt iſt, Dies ſind allerdings Theile des Düngers, aber daraus können wir noch nicht ſchließen, daß ſie verlohren gehen. Wir ſind noch zu wenig mit dem Einfluß der Luft bekannt; vielleicht werden dieſe flüchtigen Theile in der armoephäriſchen Luft durch einen, uns no< ganz unbekannten Prozeß in den Zus ſtand geſeßt, daß ſie als fruchtbarer Niederſchlag dem Exdboden wieder mitgetheilt werden, Die Erfahrungen ſcheinen wenigſtens für dieſe Vermuthung zu ſprechen; Sehr viele Beobachtungen, bei welchen die Beſchaffen heit des Bodens, des Düngers und inſonderheit auch die eingetretene Witterung in Betrachtung gezogen werden'muß, können allein hierüber etwas Beſtimmtes entſcheiden,

Die unrichtig ſo genaunte Koc<wi>e, auch eben ſo unmichtig Provenzer Linſe genannt, iſt Pisum Ochrus, Jd) habe ſie vormals auch im Kleinen angebaur'und ich glaube immer, daß ſie eines größern Anbaues nicht unwerth iſt, Auf ſchwerem, ſo wie auf tiefen und naßkalten Boden gedeiht ſie wohl nicht, Sie ſcheint mit leichterem Boden vorlieb zu nehmen, als unſre gewdhnliche Erbſe, Als Kaufwaare möchte ſie ſich wohl nicht empfehlen, wenigſtens müßte ſie erſt bei uns bekannter werden, Zur häuslichen Konſum- tion hingegen halte ich ſie wohiſe gut, wie uuſre Crbſem;