Jahrgang 
1 (1817)
Seite
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ich bemerkt, daß nah'der Gerſie der RoFen nie recht geraihen will, I< werde es daher von jeßt an auch immer mehr vermeiden, Ro>ken nach Gerſie zu ſäen, Beſſer gedeihet der Hafer nach der Gerſie,

Vor einiger Zeit ſchrieb ic) Ihnen mal, daß ich einen Verſuch machen wärde, ob die tro>ne Gärber- lohe auf Wieſen von Nußen ſey,|- I< habe daher noc< im Winter eine Stre>e in der Wieſe: mit Lohe beſtreuen laſſen, Anfänglich im Frühjahr ſchien dieſe Stelle eher und beſſer zu grünen, als die übrige Wieſe; ader jelzt iſt kein Unterſchied mehr darin zu finden, I< glaube, der Nußen, den die Lohe gebracht hat, beſieht bloß darin, daß die damit bedeFXte- Stelle beſſer gegen die Kälte geſc<hüßt" iſt, Eigentliche Dungkraft hat die Lohe wohl nicht,=

Ic bin'bis jeßt mit meiner Winterſaat: zufrieden, und obwohl fich einige dünne Stellen findes, ſo kann ich ſie doch im Ganzen nicht. ſchlecht nennen; aber übrigens klagt man hier und auch auf den benachbarten Gütern ſehr«- Beſonders der ſpäte Weißen iſt ſo ſehr zurü geblieben, daß'man an manchen Oertern ſchon anfängt, ihn wieder umzuhaken, Leider iſt das Wetter auch immerfort von der: Beſchafſenheit, daß die ſchwache Saat ſich nicht erholen kaun 2c,

Malchin: d, 22. Mai 1816,

LF. Frank,