Jahrgang 
1 (1817)
Seite
38
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wie auch Bauer- Stiefeln damit einzuſchmieren, wos durch eine ungemeine Dauerhaftigkeit des Leders er- halten wird,- Moskwaſche Chomutte und S<leien*), die bei uns ſehr beliebt find und mit dieſer Schmiere unterhalten werden, dauern bis 15 und mehrere Jahre, Ich habe meine Geſchirre mitein wenig Zuſatz von Seehundsthrän» odex in deſſen Er- mangelung mit etwas wenigem Brantewein, damit dieſe Subſtanz beſſer einzieht, feu<t einſchmiereu laſſen, welches jährlich wiederholt werden muß, Alls gemein wird aber dieſer Deggut ohne allen Zuſaß zum Einſchmieren gebraucht,== Man hat auch deuſelben als Mittel wider das Laxiren der Kälber mit Zuſal von Birkenknospen Brantewein mit Erfolg angewandt, Ia ſogar Menſchen nehmen ihn nicht ſelten in Kränk- heitsfällen ein, indem ſie glauben, daß'es auch Sc<winadſfüchtigen helfen ſoll, Dies thun aber nur unſere ruſſiſchen Bauern, die auch allenfalls ein Gläs- yen Scheidewaſſer nur für einen derben Schnaps hal- ten,== Mit Gewißheit kann ich aber behaupten, daß der Gebraud) dieſes Materials zum Einſchmieren der Xoſiſpieligen. Pferdegeſchirre des me&lenburgiſchen Landmannes von ungemeinem Nutzen ſeyn würde, um- ſomehr, da wahrſcheinlich auh dort der, der Wiiterung

*) Pferde- Geſchirre und Sielenzeug.