Man nimmt einen Feuer ausdauernden irdenen gro- ßen Topf oder einen ſiarken, noch unbeſchädigten eiſernen Grapen,"den man mit Birkenrinde von tro>kenen und grünen Bäumen, wie man ſie haben kann, anfüllt, Nachdem man nun vorher ein, der Grdße des Ge- ſchirrs angemeſſenes, Loh in die Erde gegraben hat, ſezt man zuerſt einen andern leeren Grapen oder auch ein feſtes hdlzernes auch allenfalls ein irdenes Geſchirr in dies Loc<, bede>t das Gefäß mit einem Brette, übertüundct dieſes concav förmig mit feſtem Lehm, und bohrt ſodann ein Loch durch den Mittelpunkt. Sodann wird der mit Birkenrinde angefüllte Grapen darüber geſfülpt, indem man die Ränder deſſelben ſehr wohl mit Lehm verſchmiert, Alsdann wird Feuer um den Grapen gemacht, Dur dieſe Erhitzung wird eine flüſſige Materie aus der Birkenrinde in das unterſte in die Erde gegrabene Gefäß herab träufeln, welche nun der fertige Deggut iſt, Damit aber die Rinde nicht zu ſchr vom etwanigen ſtarken Feuer ergriffen wird=- welches die Ergiebigkeit hindert== pflegt man den vom Feuer freien Keſſelboden bisweilen mit einem naßgemachten Wiſcher zu befeuchten,= Im großen wird dies Verfahren anders betrieben,=- Dieſer Deggur iſt in Rußland allgemein und wird bei ei- nem jeden Bauerwirthe, auc) in Städten, zum Ver- kauf angetroffen, Sein vorzüglicher Gebrauch beſieht darinn, die ledernen Fahrgeſchirre des Landmanus ſo
Jahrgang
1 (1817)
Seite
37
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