Jahrgang 
1 (1817)
Seite
36
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Dies Es penmoos wird im Waſſer ein paar Stunden gekocht; als ſtarkes Dekokt zubereitet, und jedem großen Haupte des Morgens 3x Stoff in den Hals gegoſſen,'Man hat na< Verlauf von einem Jahre, auch noh ſpäter, mehrere durch dies Mittel geſund gewordene Häuptet geſchlachtet und gefunden, daß die Lunge verletzt geweſen und wieder geheilt war, Daß das Vieh außerdem noch gur gepflegt und gewars tet werden muß, verſieht ſich von ſelbſt, ſo. wie auch, daß ebenſalls die Ställe, wo'nicht verändert, wenig ſiens doch: ſehr gereiniget und tägli.<) gereiniget werden müſſen,

Vom Deggut,

D'eggut= den ich unter dieſer ruſſiſchen Be- nennung nur kenne=- bitte ich ſehr wohl vom Theer zu unterſcheiden, Ob dieſes Material in Me>lenburg bekannt iſt, weiß ich nicht, Es iſt ſchwarzgelb von Farbe, hat-einen, dem Theer ähnlichen, aber weit ſtrengern Geruch; iſt flüſſiger, klarer und in jeder Hinſicht viel nüßlicher als jener. Seine einfachſte Zu- bereitung im kleinen, wie ſie ſich jeder Wirth ſchaffen kann, geſchieht aus Birkenrinde und iſt im kurzen folgende;=

auf Birkey, Tannen, ja ſelbſt an alten Heidenſträu-

dern.(Calluna vulgaris W.) Wir können daher dies

ſo wohlthätige Mittel leicht in Anwendung bringen. A. Schmidt.