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Mittel aus 1 Quartier Hanfs uud Leindl mit weni- gem Kamillenwaſſer;(weil ic) von dem Kamillenwaſſer nur wenig Vorrath hatte,) ein Theeldffel voll Salpeo ter,= in deſſen Ermangelung ich zuleßt eine Hand- voll Salz gebrauchte,= und ein wenig Schwefel, Außerdem erhielten ſie noch täglich einmal einen Thee- topf voll Deggut,= davon das nähere ſogleich weiter geſagt werden wird;== welchem einige Loth zerquetſchten'Knoblauchs mit Beifügung eines kleinen Spißgläsc<hens Birkenknospen Extracts, dewmit ein wenig Brantwein zerſetzt war, beigemiſcht wurden,== Da dies die einzigen Mittel waren, die ich zur Hand hatte, ſo entſtand hieraus dieſe obige Kompoſition, die ich allgemein beim Hornvieh und auch bei Pferden anwandte; Wie groß war daher meine Freude, als meine Patienten den dritten Tag überlebten, welches bisher noc< bei keinen, die mit dieſer Seuche befallen waren; geſchehen war. Ih verdoppelte.daher'meine Aufmerkſamkeit; die Thiere beſſerten ſich, die Ge- ſchwälſte fingen än gegen den ſechſten Tag= bis zu welchen ſie ab und zugenommen hatten=- merklich ſich zu verlieren- und, nach Verlauf von drey Wochen waren ſie gauz geſund! Beim Hornvieh habe ich, bei Anwendung eben dieſer Mittel, wegen der größern Menge an Patienten nicht ſo aufmerkſam ſeyn könneu,. == Von der damals geringen Hofſheerde von etwa 45 Kühen, 6 Bollen, 13 Ochſen und 30 bis 40 Star-


